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Teamgeschichte

Team Vorarlberg gewinnt 2011 die TchiboRadLiga

Es ist schon über 12 Jahre her, wir schreiben das Jahr 1999, da beginnt im äußersten Westen Österreichs die Erfolgsgeschichte des "Vorarlberg Cycling Teams". Über Jahre hinweg entwickelte sich dort aus einem kleinen Familienbetrieb der Familie Kofler eine schlagkräftige, internationale Truppe. Mit Zielstrebigkeit und dem nötigen Können verfolgte man stets mit Zielen vor Augen nur einen Weg: den Weg an die Spitze.


Die Ländle-Erfolgsstory

1999 Ein Amerikaner namens Lance Armstrong gewinnt zum ersten Mal die Tour de France, Oscar Freire Gómez wird Weltmeister in Verona und Österreich ist Niemandsland auf der Weltkarte der Profi-Radteams. In diesem Jahr wird im "Ländle" der Entschluss gefasst, ein Vorarlberger Eliteteam zu gründen. Das Ziel: jungen Talenten eine Basis für ihre Entwicklung zu geben. Die Mannschaft "ÖAMTC Volksbank-Colnago" wird aus der Taufe gehoben.

2000 Die "Volksbank"-Truppe wird gleich zu einem fixen Bestand der österreichischen Radsportszene. Der Fokus liegt klar auf den nationalen Rennen in der Alpenrepublik.

2001 Die Mannschaft wagt sich in höhere Sphären: Rund um gestandene Fahrer wie Phonak-Heimkehrer Jochen Summer, den Griechischen Meister Vasilis Anastopoulos oder den dänischen MTB-Weltmeister Michael Rasmussen wächst eine vielversprechende Mannschaft heran. Im Elite- und U23-Bereich macht die Mannschaft bereits auch international auf sich aufmerksam.

2002 Der logische Schritt am Ende einer erfolgreichen Saison ist der in Richtung Profi-Team. Neue Sponsoren und ein erweiterter Betreuerstab bildeten die Grundlage für die Fahrkarte ins Profigeschäft - "Volksbank-Ideal" wird zur GS3-Mannschaft. Martin Fischerlehner, Peter Pichler, Fraser MacMaster oder der Schweizer Philippe Schnyder werden weitere Stützen des Teamgefüges.
Bereits im Frühjahr feiert man die ersten internationalen Erfolge, die Österreich wegen anderer winterlicher Interessen der Sportbegeisterten ob des frühen Zeitpunktes fast unbemerkt bleiben. Mit dem Gewinn des Bergtrikots durch Martin Fischerlehner und des Sprinttrikots durch Jochen Summer bei der Österreich-Rundfahrt, dem absoluten Saisonhighlight, feiert man den größten Erfolge des Jahres.

2003 In der zweiten Saison bei den Profis beweist man ein glückliches Händchen bei der Fahrerwahl: Das Schweizer Duo Jean Nuttli und Pascal Hungerbühler, der Slowene Jure Golcer und der Österreicher Christian Pfannberger helfen mit die Saison zu einer Sensations-Saison zu machen. Höhepunkte sind die Gesamtsiege bei der Brandenburg-Rundfahrt und der Griechenland-Rundfahrt sowie der zweite Gesamtrang bei der Österreich-Rundfahrt durch Golcer. Die Karten in der heimischen Szene sind neu gemischt, die Vormachtstellung des bislang vorherrschenden Elk-Teams gebrochen. Volksbank hat sich endgültig einen Namen gemacht und ist nun ein etabliertes Team und die heimische Nummer 1.

2004 Der "Ländle-Run" hält an: Neuzugang René Weissinger stellt die Bayern-Rundfahrt auf den Kopf, Pascal Hungerbühler gewinnt das UCI-Rennen "Rund um den Flughafen Köln-Bonn". Drei von vier möglichen nationalen Meistertiteln in Österreich gehen nach Vorarlberg. Sensationell dabei der Staatsmeistertitel von Heimkehrer Harald Morscher.
Jean Nuttli und Harald Berger starten bei der WM in Verona im Zeitfahrbewerb, Harald Morscher wird im Elite-WM-Rennen bester Österreicher. Die Mannschaft beendet das Jahr als Nummer 7 unter 76 GS3-Teams.

2005 Das Vorjahr war keine Eintagsfliege. Deutsche René Weissinger gewinnt quasi zum Saisonauftakt die "Berner Rundfahrt" und sorgt damit für den einzigen internationalen UCI-Sieg in diesem Jahr.
Dafür läuft es auf nationaler Ebene um so runder: Volksbank-Ideal dominiert nach Anlaufschwierigkeiten die heimischen Bewerbe und ein entfesselter René Weissinger steuert mit sechs Saisonsiegen brav zur Erfolgsbilanz der Ländle-Équipe bei.

2006 Das größte Projekt in der Geschichte wird in Angriff genommen: die Mission "Professional Continental Team". Rund um den amtierenden Österreichischen Meister Gerrit Glomser und renommierte Profis wie Werner Riebenbauer oder Andreas Matzbacher entsteht ein solider Kader. Gepaart mit jungen heimischen Talenten ist der Weg in die zweithöchste Liga geebnet, und damit auch die Startgarantien für internationales Parkett, auf dem sich das Team schon immer besonders wohl gefühlt hat. Die Saison beginnt schleppend, nur langsam tastet man sich an die Spitze heran. Eine aggressive Deutschland-Tour bildet den Startschuss für ein starkes Saison-Finish, doch die wichtigsten Rennen sind bereits gelaufen. Das erste Jahr in der zweiten Liga des Radsports forderte Lehrgeld.

2007 Die immer dringender werdende Dopingdiskussion stellte dem Sport eine Bewährungsprobe. Beim "Team Volksbank" beginnt ein Reifungsprozess. Trotz Fehleinkäufen und Ausfällen zeigt sich die Mannschaft als starke Einheit mit Team Spirit.
Neben der Deutschland-Tour hat das Team Volksbank als einziges Professional Continental Team eine Wildcard zur viertgrößten Rundfahrt der Welt, der Tour de Suisse, erhalten und bestreitet diese nicht etwa als Mitläufer, sondern prägt den Rennverlauf sogar entscheidend mit. Fast kein Fluchtkilometer wird ohne österreichische Beteiligung abgespult. Gerrit Glomser verpasst in Crans-Montana knapp den Etappensieg und klassiert sich Gesamt als Achter. Florian Stalder gewann das Trikot des besten Sprinters. Mit einem Etappensieg bei der Österreich-Rundfahrt durch Glomser gelingt dem Team in dieser Saison ein weiteres Spitzenresultat.

2008 Das Team schreibt sich einen Auftrag groß auf die Fahnen: Mit solider und seriöser Arbeit die Glaubwürdigkeit des Radsports zurückzugewinnen. Rad-Hersteller "Corratec" wird zweiter Hauptsponsor, die Mannschaft damit zu "Volksbank-Corratec". Der Beitritt zur MPCC, der Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport, ist ein Meilenstein in der Teamgeschichte und zeigt die Ernsthaftigkeit und Überzeugung, mit der das Team in den Anti-Doping-Kampf geht. René Weissinger gewinnt bei der Tour de Suisse das Sprinttrikot, Daniel Musiol holt mit dem Bergtrikot der Deutschland-Tour eine weitere Spezialwertung eines ProTour-Rennens nach Vorarlberg. Ein Saisonhighlight auch die Bayern-Rundfahrt: Olaf Pollack gewinnt eine Etappe, Andreas Dietziker wird Zweiter in der Gesamtwertung.

2009 Als erstes österreichisches Team bestreitet die Mannschaft die legendäre Flandern-Rundfahrt, die Malaysien-Rundfahrt in Asien sowie Gent-Wevelgem, die Tour de Suisse und die Vattenfall Cyclassics Hamburg. Der deutsche Sprinter Sebastian Siedler sorgt bei der Türkei-Rundfahrt und der Dänemark-Rundfahrt für internationale Siege. Einmal mehr macht das Team Vorarlberg in ganz Europa durch seine offensive Fahrweise auf sich aufmerksam.

2010 Nach einem international erfolgreichen Saisonstart mit Siegen und Topresultaten durch René Haselbacher verliert das Team die Lizenz als Professional Team. Doch die Mannschaft beweist Moral, Josef Benetseder gewinnt eine Etappe bei der Oberösterreich-Rundfahrt und sorgt mit dem Gewinn des Bergtrikots beim Saisonhöhepunkt, der Österreich-Rundfahrt, und dem Gesamtsieg in der österreichischen Tchibo Top Rad Liga für zwei der größten Triumphe in der Teamgeschichte.

2011 Das Team Vorarlberg um die Kapitäne Josef Benetseder und Reto Hollenstein hat eine durchwachsene Saison hinter sich. Unter der sportlichen Leitung von Harald Morscher gab es zu Saisonbeginn beachtliche Erfolge. Doch dann konnte man sich nur Dank eines Kraftaktes noch für die Österreich Rundfahrt qualifizieren. Dort sorgten Rene Weissinger und Reto Hollenstein aber für Spitzenresultate. Und dann lief es weiter rund. Erneut wurde das Team 2011 Gesamt-Sieger der TchiboRadLiga und Josef Benetseder in der Einzelwertung Gesamt-Zweiter. Für 2012 erfolgte frühzeitig der Umbau auf ein stark verjüngtes Team.