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Platz 6 bei Tour du Gévaudan
Capelli startet mit Topresultat
24.09.2011 von Andreas Richter
Gelungener Auftakt bei der Tour du Gévaudan (UCI Kat. 2.2) in Südfrankreich für das Team Vorarlberg: Auf der ersten von lediglich zwei Etappen sorgte Team Vorarlberg-Italiener Ermanno Capelli mit Platz 6 gleich zum Start für ein Topresultat. Capelli war genau wie seine beiden Teamkollegen Reto Hollenstein (Sui) und Josef Benetseder (Aut) Teil einer 36 Mann starken Gruppe, die schon wenige Kilometer nach dem Start in La Grand Combe dem Rest des 17 Teams umfassenden Teilnehmerfeldes davon fuhr. Die favorisierten französischen Teams am Start hielten die Gruppe am laufen, bis vor dem Etappenziel Langogne die Attacken starteten. Capelli konnte zusammen mit seinen Teamkollegen die ersten Angriffe parieren, verpasste dann aber den entscheidenden Zug, bei dem sich vier Fahrer absetzen und den Tagessieg unter sich ausmachten. Am Ende gab es nach 149 km einen Doppelsieg für die Équipe Saur-Sojasun durch Guillaume Levarlet und Jonathan Hivert aus Frankreich. Capelli kam mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 6.
Capelli selbst konnte mit seinem Top 10-Resultat nicht ganz zufrieden sein. "Es war mehr drin", meinte der 26-jährige Italiener im Ziel. Im Finale war er Teil einer vielversprechenden Attacke, die jedoch wieder gestellt wurde. Als der nächste Angriff ohne Team Vorarlberg-Beteiligung zu gehen drohte, schlossen Josef Benetseder und Reto Hollenstein die Lücke vorbildlich. Die Konterattacke verpasste das Trio dann jedoch. "Ein Platz am Podium wäre für mich heute mindestens drin gewesen", so Capelli.
Für Team Manager Harald Morscher geht das Ergebnis dennoch in Ordnung. "Natürlich ist es schade, wenn man nach so einer starken Etappe am Ende die entscheidende Partie verpasst", so Morscher. "Ermanno hat sich jedoch dafür, dass er kein Sprinter ist, im Finish noch gut geschlagen."
Nach der ersten Standortbestimmung in Languedoc-Roussillon blickt Morscher gespannt der Entscheidungsetappe am Sonntag entgegen. Die ist 162 Kilometer lange und durch einige Bergwertungen sehr schwer. "Das kommt vor allem Reto Hollenstein entgegen, der heute nicht seinen besten Tag hatte", meint der Team Manager, der am Sonntag auf eine erholtere Equipe hofft. "Die neun Stunden Anreise mit dem Auto steckten dem einen oder anderen noch in den Beinen."
Nicht mehr zählen kann Morscher am morgigen Tag auf Dominik Hrinkow und Stefan Pöll, die beide das Rennen bereits am ersten Tag aufgeben mussten


