Philipp Hofbauer auf Titelkurs – spektakuläre Everesting-Premiere
Philipp Hofbauer auf Titelkurs – spektakuläre Everesting-Premiere
Auf drei Rennen aufgeteilt war das Team Vorarlberg am Wochenende. Gaisberg, Zürich und Furx waren die Stationen – die Bilanz fiel positiv aus.
ÖM-Bronze für Hofbauer
Die österreichischen Rad-Bergmeisterschaften gingen heute beim Gaisberg Vertical in Salzburg in Szene. Das Elite-Rennen war Teil der Road Cycling League Austria und führte vom Salzburgring über gut 700 Höhenmeter hinauf zur Gaisbergspitze. Der Gaisberg wurde so wieder zur Bühne des Radsports, ein Klassiker kehrte in neuem Format zurück.
Das Team Vorarlberg war in nahezu voller Besetzung angerückt und zeigte, dass die glänzenden Ergebnisse dieser Saison kein Zufallsprodukt sind. Von Beginn weg entwickelte sich erwartungsgemäß ein sehr schnelles Rennen. Rasch gingen die ersten Lücken auf und am Ende blieb eine Dreiergruppe, die um den Titel kämpfte. Hermann Pernsteiner konnte im steilen Finish am meisten zulegen und fuhr noch gut eine halbe Minute Vorsprung auf Riccardo Zoidl und den besten Team Vorarlberg-Profi, Philipp Hofbauer, heraus.
Hofbauer verteidigte damit seine Führung in der Road Cycling League Austria und wird sich beim letzten Rennen in Königswiesen mit Zoidl den Gesamtsieg ausmachen. Colin Stüssi rundete mit Platz vier das gute Ergebnis der Vorarlberger ab und hatte einen wichtigen Anteil daran, dass sein Team die Mannschafts-Gesamtführung in der Road Cycling League Austria behalten konnte.
Österreichische Rad-Bergmeisterschaften
www.computerauswertung.at/veranstaltungen/2026/260816/20260816_Gaisberg_Bergrennen_ME_MU.pdf
Road Cycling League Austria
www.computerauswertung.at/veranstaltungen/2026/260816/RBL-Auswertung_ME_nach_Gaisbergrennen.pdf
Kriterium in Zürich
Ein echtes Erlebnis war für Kilian Feurstein und Dominik Amann das Zuricrit 2026. Ein bärenstarkes Feld wurde in der Altstadt von Zürich von tausenden Fans bejubelt. Den Sieg holte sich der Schweizer Mauro Schmid, der heuer bei der Tour de France eine Etappe für sich entscheiden konnte. Kilian Feurstein hielt sich angesichts der Konkurrenz als 24. respektabel, Dominik Amann beendete das Rennen vorzeitig.
Everesting-Premiere macht Lust auf mehr
Team Vorarlberg-Chef Thomas Kofler war gestern einer der Initiatoren des Everesting in Furx. Everesting steht für den höchsten Berg der Welt. Vorgabe für die 90 Starterinnen und Starter war es, nicht weniger als 8848 Höhenmeter einzeln oder im Team zu bewältigen. Die Strecke (4,87 Kilometer, 475 Höhenmeter, 9,7 % Steigung) führte von der Volksschule Batschuns zum Peterhof Furx.
Einzelsieger wurde der vom Skibergsteigen bekannte Montafoner Daniel Zugg. Er bezwang den Anstieg gleich 19 Mal und benötigte dafür genau acht Stunden. Auf den Plätzen landeten Dominik Bertel und Christian Raich.
Thomas Kofler war nicht nur im Organisationsteam aktiv. Er trat auch selbst in die Pedale und schaffte sehr respektable 7125 Höhenmeter. Nicht nur deshalb lautete sein mehr als zufriedenes Fazit: „Coole Premiere, Super-Stimmung – das macht definitiv Lust auf die zweite Auflage im nächsten Jahr.“
Die Mannschaftswertung ging an das Team TGS mit Florian und Thomas Schmidle, Simon Vötter und Joshua Olowu, bei den Duos waren Anna-Maria und Thomas Hämmerle am besten.
Im Mittelpunkt stand aber der gute Zweck, für den sich auch Skiweltcupläuferin Magdalena Egger und außer Konkurrenz Mountainbike-Ex-Weltmeister Daniel Federspiel mächtig ins Zeug warfen. Der Reinerlös ging an den schwerverletzten BMX-Sportler Bjarne Schedler aus Bludenz und wird außerdem für die Neugestaltung der Kirche in Altenstadt gespendet.
Unser Titelbild zeigt das Siegerfoto mit dem drittplatzierten Philipp Hofbauer (rechts) vom Team Vorarlberg. Außerdem weitere Impressionen von den österreichischen Bergmeisterschaften (© Reinhard Eisenbauer) sowie Bilder aus Zürich und Furx.
Aufgebot: Giacomo Ballabio, Pirmin Benz, Ignazio Cireddu, Philipp Hofbauer, Mathias Larch, Laurin Nenning, Dominik Röber, Tobias Nolde, Colin Stüssi, Emanuel Zangerle

