Heimsieg für Kilian Feurstein in Rankweil
Kriterium in Rankweil p/b Rauch Fruchtsäfte
Heimsieg für Kilian Feurstein
Mit Felix Engelhardt der regierende deutsche Meister, der heuer bei der Tour de France ganz stark aufgezeigt hat, dazu eine ganze Reihe ausgemachter Kriteriumsspezialisten und das in diesem Jahr so erfolgreiche Team Vorarlberg nahezu in Vollbesetzung – alles war heute Abend in Rankweil angerichtet für ein Radspektakel. Und die knapp 50 Fahrer hielten, was sich das begeisterte Publikum, darunter Skiolympiasiegerin Katharina Liensberger, versprochen hatte.
Auf dem superschnellen Kurs rund um den Liebfrauenberg entwickelte sich von Beginn an ein packendes Rennen. Vor allem das Team Vorarlberg hielt das Tempo konstant hoch, sodass nach 80 Runden bzw. 84 Kilometern ein Schnitt von beeindruckenden 48,3 km/h verzeichnet wurde.
Wie stark das Feld besetzt war, zeigt die Tatsache, dass Felix Engelhardt sich am Ende mit Rang 24 zufriedengeben musste und zu keinem Zeitpunkt im Kampf um den Sieg eingreifen konnte. Den machten sich der Deutsche Jonas Schmeiser und Lokalmatador Kilian Feurstein untereinander aus. Hatte Schmeiser zunächst die Nase knapp vorne, fand Feurstein nach eigenen Worten mit Fortdauer des Rennens das richtige Timing für die Zielgerade, auf der Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreicht wurden.
Die Entscheidung fiel im Schlussspurt, den Tobias Nolde perfekt für Feurstein anzog. Der Dornbirner flog auf den letzten Metern an seinen Konkurrenten vorbei, kassierte doppelte Punkte und durfte sich erstmals in Rankweil als Sieger feiern lassen.
„Richtig cool“, meinte der Team Vorarlberg-Profi nach der Ehrenrunde. „Ich hatte mir viel vorgenommen und bin mit Fortdauer des Rennens immer besser in Schwung gekommen. Großes Kompliment an das ganze Team, das einen sehr guten Job gemacht hat. Allen Jungs gebührt ein großer Anteil am Erfolg“, so der strahlende Sieger, der zuletzt bei der Tour de Guadeloupe mit zwei Etappensiegen seine glänzende Form eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte.
Jonas Schmeiser gratulierte seinem Konkurrenten sportlich fair, sprach von einem „harten, aber immer fairen Kampf mit den Jungs aus Vorarlberg“ und freute sich über die „geniale Atmosphäre“ in Rankweil.
Ergebnis
www.computerauswertung.at/veranstaltungen/2026/260822/20260822_Rankweil_ME.pdf
OK-Chef Thomas Kofler: „Ein Traumtag für uns. Bombenstimmung, Super-Atmosphäre und eine echt coole Show der Fahrer. So etwas bekommt man in Vorarlberg nur ganz selten zu sehen. Sahnehäubchen war natürlich der Heimsieg von Kilian, der wie das gesamte Team ein bärenstarkes Rennen gefahren ist.“
Im Rahmenprogramm gab es bei den Hometown Heroes Klassensiege für Melanie Geiger, Patrick Loher und Jan Bader. Die heimlichen Stars waren aber rund 200 Kinder, die beim Käferle-Cup an den Start gingen.
Ein besonderer Dank geht an unsere Sponsoren, ohne die eine solche Großveranstaltung nicht möglich wäre: Neben Namensgeber Rauch Fruchtsäfte seien stellvertretend die Raiffeisenbank Montfort, die VKW, BMH-Ingenieure, Lampert, SLS Eventservice, Engel Workwear, die Unternehmensgruppe Branner und die Gemeinde Rankweil erwähnt.
Next stop Italien
Für einen Teil des Team Vorarlberg geht es gleich weiter nach Italien, wo die beiden Lokalmatadore Giacomo Ballabio und Ignazio Cireddu sowie Laurin Nenning, Pirmin Benz und Emanuel Zangerle am Sonntag in der Nähe von Pavia beim 73. GP Colli Rovescalesi (UCI 1.2) an den Start gehen.
Dominik Röber ist seit Mitte der Woche für das deutsche Nationalteam bei der Deutschland-Tour im Einsatz. Nach dem vierten Tag liegt der Team Vorarlberg-Profi in der Gesamtwertung an der 67. Stelle. Neuer Gesamtführender ist seit heute Shootingstar Isaac del Toro aus Mexiko.
Aufgebot: Dominik Amann, Giacomo Ballabio, Pirmin Benz, Ignazio Cireddu, Kilian Feurstein, Mathias Larch, Laurin Nenning, Tobias Nolde, Colin Stüssi, Emanuel Zangerle

