Stüssi und Ballabio in Lauerstellung
Stüssi und Ballabio in Lauerstellung
Giro d’Abruzzo: Tag 2 von Popoli Terme nach Caramanico Terme (143 Kilometer)
Das Team Vorarlberg hält beim stark besetzten Giro d’Abruzzo weiter gut mit. Am heutigen zweiten Tag fuhr die Truppe von Renndirektor Paul Renger ein taktisch kluges Rennen und wahrte alle Chancen auf einen Spitzenplatz bei dieser Rundfahrt, die noch bis Freitag dauert.
Mann des Tages war der frühere Eisschnellläufer Lennart Jasch (Tudor Pro Cycling Team), der heuer bereits eine Etappe bei Tour of the Alps gewinnen konnte und Zweiter bei der deutschen Meisterschaft war. Nachdem 15 Kilometer vor dem Ziel eine fünfköpfige Spitzengruppe gestellt war, löste sich Jasch im Finale mit zwei Fluchtgefährten. Auf dem letzten Anstieg setzte der 25-Jährige dann die entscheidende Attacke und fuhr solo ins Ziel – neun Sekunden zurück das Hauptfeld mit Giacomo Ballabio und Colin Stüssi, die die Ränge acht und 15 belegten.
Im Gesamtklassement ist alles eng beieinander. Die ersten 40 liegen innerhalb einer Minute. Der gestrige Tagessieger Alessandro Fancellu (heute 16.) führt vier Sekunden vor Jasch und sechs vor Mathys Rondel aus Frankreich. Colin Stüssi (- 31 Sekunden) und Giacomo Ballabio (- 36 Sekunden) liegen auf den Rängen 18 und 26 und dürfen sich weiter alle Chancen auf eine Top-Gesamtplatzierung ausrechnen.
Ein Sonderlob gab es von Paul Renger für Ignazio Cireddu. Der junge Italiener hielt in dem starken Feld, angeführt vom WorldTour-Team Netcompany-Ineos, bis kurz vor Schluss gut mit und zeigte in seinem Heimatland, dass zukünftig mit ihm zu rechnen sein wird. Weniger gut lief der Tag für Emanuel Zangerle, der mit Magenproblemen zu kämpfen hatte und aus der Rundfahrt aussteigen musste.
Philipp Hofbauer belegt Rang vier in der Bergwertung. Kilian Feurstein schonte sich für morgen, wenn die Sprinter auf ihre Rechnung kommen sollten.
Ergebnis: www.procyclingstats.com/race/giro-d-abruzzo/2026/stage-2/result
Ein Nachtrag noch zur ersten Etappe: Ein Zuschauer am Straßenrand sorgte 25 Kilometer vor dem Ziel für eine gefährliche Szene, als er eine weggeworfene Wasserflasche zurück ins Feld kickte. Die plötzlichen Ausweichbewegungen der Fahrer führten zu mehreren Stürzen, die aber für alle betroffenen Fahrer zum Glück glimpflich abgingen.
Eurosport überträgt bis Freitag alle vier Etappen des Giro d’Abruzzo. Am Donnerstag steht die dritte Etappe über 159 Kilometer von Oricola nach San Benedetto dei Marsi auf dem Programm.
Aufgebot: Giacomo Ballabio, Ignazio Cireddu, Philipp Hofbauer, Kilian Feurstein, Dominik Röber, Emanuel Zangerle, Colin Stüssi

